Zum vierten Mal reisten wir in ein Kurztrainingslager nach Nettetal. Freitags begannen wir nach dem Auspacken mit Torwarttraining und Übungen zur Ballzirkulation. Danach spielten wir ein Turnier mit drei Fünferteams, in dem es viele schöne Spielzüge, Tore und Torwartparaden zu bewundern gab. Auch wenn um 23 Uhr die Häusertüren geschlossen wurden, endete der Tag bei einige Jungs Gerüchten zufolge erst um kurz vor 3 Uhr. Nun ja…;)

Entsprechend hart war die Athletikeinheit am nächsten Morgen, als wir die Jungs noch vor dem Frühstück ein wenig „quälten“. Sie zogen zwar gut mit, einige Spieler plagten dann vor dem darauf folgenden Spiel gegen Union Nettetal II (spielen Leistungsklasse mit einer Mischmannschaft aus 04er und 05ern) über kleine Wehwehchen und Schmerzen. Aber auch die „gesunden“ Spieler taten sich schwer die Intensität aus dem Kapellen-Spiel zu erreichen.

Trotzdem hatten wir nach zwei Minuten die erste dicke Chance als Niklas nach einer schönen Kombination den Pfosten traf. Danach war aber erstmal vorbei mit der Buchholzer Herrlichkeit. Wir bekamen gegen die spielstarken Unioner kaum Zugriff und liefen mehrfach unnötig und „blind“ an. Im Ballbesitz brauchten wir auf dem holprigen Rasenplatz zu lange, um die Pille unter Kontrolle zu bringen und angemessen zügig weiterzuleiten. Im Freilaufen fehlte genau wie gegen den Ball die nötige Bereitschaft die Schritte zu gehen, die weh tun. Somit ging der 0:2-Halbzeitrückstand schon in Ordnung, auch wenn die Entstehung beider Tore etwas unglücklich war.

Das erste Tor war ein Konter, als wir den Ball unnötig herschenkten und dann im Rückraum eine Spur zu schwach abgesichert standen. Das zweite Tor entstand aus einer Pressingaktion der Nettetaler, als wir deren Anlaufen versuchten „spielerisch“ zu lösen. Das Timing im Passspiel und die Körperstellung waren aber nicht optimal aufeinander abgestimmt, so dass wir den Ball verloren und einen – zugegebenermaßen schönen – Gegentreffer bekamen.

In Halbzeit 2 trugen wir dem körperlichen Zustand unserer Jungs und den nicht mehr vorhandenden Einwechseloptionen Rechnung und verzichteten auf ein hohes Anlaufen (was in Halbzeit 1 sowieso fast ständig ins Leere gelaufen war). Im Gegenteil spielten wir ein passives Mittelfeld-Pressing und überließen den Nettetaler in ihrem Aufbaudrittel ungestört den Ball. Das hatte zum einen zur Folge, dass Nettetal im Übergangsspiel nicht mehr so große Räume vorfand und wir deren Angriffe aus dem Zentrum halten und auf den Flügel lenken und dort meist abwürgen konnten. Zum anderen bekamen wir so einige gute Umschaltchancen, von denen Julien zwei zum Ausgleich nutzen konnte. Am Ende hatte Ben sogar noch Chancen das Spiel komplett zu drehen.

Ein Sieg wäre aber schmeichelhaft gewesen. Wir hatten zwar in Summe wohl die größeren Chancen, Nettetal aber die bessere Spielanlage und mehr Ballbesitz, während unser Spiel zeitweise etwas zugriffs-, orientierungslos und kollektiv inhomogen wirkte. Die schweren Beine waren dabei sicherlich ein Grund, so dass wir doch noch relativ zufrieden in unser Feriendorf zurück fuhren, wo wir in der Nachmittagseinheit die Viererkette in Theorie und Praxis durchgingen.

Samstag Abends fielen dann verständlicherweise etwas früher die Augen zu und morgens wurde die geplante zweite Athletikeinheit gecancelt, um für den Sonntag noch ein paar „Körner“ über zu haben. Nachdem Ben zum neuen Kapitän gewählt wurde, entschieden wir uns für eine Fun-Einheit mit unzähligen (Volley-)Torabschlüssen und Old-School Flankentraining, was den Jungs sichtbar Spaß machte und einen gelungenden Ausklang darstellte.

Zum Schluss möchte ich noch bei allen Muttis bedanken, die für die Verpflegung und den Transfer der Jungs sorgten und natürlich bei Monica, Tanja, Pia und Sylvia, die die Jungs vor Ort betreuteten und uns Trainer entlasteten.

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